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Mel Gibson, mit bürgerlicher Namen Mel Columcille Gerard Gibson, wurde am 03.01.1956 in Peekskill geboren. Er hat noch zehn Geschwister und kam als Sechster zur Welt. Seine Eltern erzogen ihn streng katholisch. Angeblich zog sein Vater mit der Familie nach Australien, um seine Söhne vor dem Vietnam-Krieg zu bewahren. In einem Interview erwähnte Mel Gibson allerdings, dass sein Vater sich eine neue Existenz aufbauen musste und aus diesem Grund nach Australien auswanderte. Das Entgehen des Krieges sei nur eine willkommene Nebenerscheinung gewesen. Mel hatte damals noch keine festen Berufswünsche. Sein Surfbrett soll ihm zu dieser Zeit wichtiger gewesen sein, als seine Überlegungen Koch oder Journalist zu werden. Halbh
erzig dachte er auch an eine Schauspielkarriere. Seine ältere Schwester war es, die den Stein seiner Zukunft ins Rollen brachte, indem sie einen Antrag an das 'National Institute of Dramatic Art' in Sydney schickte. Er wurde angenommen, obwohl er, seiner Meinung nach, etwas zu selbstsicher auftrat. "Ich war mir sicher, dass ich nicht die Spur einer Chance haben würde"* Anfangs hatte er Schwierigkeiten. "Meine Lehrer sagten ich wäre zu nachdenklich und zu introvertiert. Sie wollten das ich mehr aus mir herausgehe. Die haben einfach nicht verstanden das ich in diesen Momenten so sein musste." Während dieser Zeit bekam er seine
erste Fernsehrolle. Die Serie 'The Sullivans' wird als ziemlich üble Seifenoper beschrieben. Er sagt dazu: "Das Drehbuch war miserabel, Proben gab es nicht und alles wurde an einem Stück heruntergedreht." 1976 spielte er für eine Gage von 20 Dollar in dem Film 'Summer City' einen Surfer. Diesen Film, eine Billigproduktion, würde er heute (laut einigen Büchern) gern vergessen. Danach spielte er in einigen Theaterstücken mit. Bevorzugt Shakespeare. Zum Ende des zweite
n Studienjahres bekam Mel dann das Angebot für “Mad Max”. Gerüchten zufolge begünstigte das blaue Auge, dass er sich am Abend zuvor in einer Schlägerei geholt hatte, die Auswahl. Mit “Mad Max” startete dann seine Karriere und er wurde zum Star. Der Film selbst wurde zum Kultfilm und damals zum erf
olgreichsten australischen Film überhaupt. Anschließend drehte er “Tim” (1979), welcher von den Kritikern gefeiert wurde und Mel, der dafür den “Best Actor Award” des Australischen Filminstituts bekam, erstmals als ernsthaften Schauspieler erstrahlen ließ. Nebenbei ließ natürlich auch Hollywood nicht lange auf sich warten und neben diversen australische Produktionen drehte er auch in Amerika. Es folgten unter anderem “Ein Jahr in der Hölle” (1983) und die erfolgreichen Fortsetzungen von “Mad Max” (1981/85). 1984 zeigte er sich als perfekte Besetzung des Fletcher Christian i
n der Neuauflage von “Meuterei auf der Bounty”, wo Regisseur Richard Donner auf ihn aufmerksam wurde. Donner drehte dann 1987 mit Mel “Lethal Weapon” und ein Traumteam war geboren. Der Film spielte über 150 Mio Dollar ein und zählt noch heute zu den besten im Genre. Mel und Nebendarsteller Danny Glover wurden zum Inbegriff des idealen schwarz/weissen Cop-Duos. Es folgten bis heute 3
Fortsetzungen mit ähnlichem Erfolg. 1993 führte Mel das erste mal Regie in “Der Mann ohne Gesicht” mit sich selbst in der Hauptrolle und stellte sich schon damals als begnadeter Filmemacher heraus. 1995 wurde dann zum Triumph, Mel realisierte sein Traumprojekt “Braveheart” über den schottischen Freiheitskämpfer William Wallace, wobei er wieder Regie führte und auch wieder die Hauptrolle spielte. Der Film ist wirklich der Hammer und wurde von Kritik und Publikum gleichermaßen begeistert gefeiert. Der Film bekam 5 Oscars, unter anderem für den bes
ten Film und die beste Regie. Trotzdem ruhte sich Mel nicht aus, es folgten noch andere Spitzenfilme, unter anderem “Ransom” (1996), “Fletchers Visionen” (1997), “Payback” (1999) oder auch “Der Patriot” (2000). Mittlerweile zählt Mel Gibson zur ersten Garde Hollywoods, vor allem was die schauspielerische Qualität betrifft. So spielte er in letzter Zeit mal den charmanten humorvollen Werbeheini in “Was Frauen wollen” (2000) oder den an Gott zweifelnden und mit Ausserirdischen kämpfenden Familienvater und Ex-Pfarrer in dem unglaublich guten und völlig unterschätzten “Signs” (2002) von Regie-Genie M. Nigh
t Shayamalan. Mel arbeitet auch seit einigen Jahren verstärkt als Produzent, was seinem Ruf als mittlerweile unabhängigen Filmemacher nur bestätigt. Das letzte Projekt von Mel war “Die Passion Christi”, wobei er nur Regie führte. Dieser Streifen ist wohl der beste Jesus-Film aller Zeiten geworden, noch nie wurd
e die Passionsgeschichte so intensiv und auch brutal inszeniert, noch nie zuvor hat ein Film über Jesus über 200 Mio Dollar eingespielt. Mel Gibson hat gerade mal bei 3 Filmen Regie geführt, aber man kann sagen, daß er mit diesen Filmen zur Zeit zu den besten Regisseuren gehört. Wir hoffen aber, daß er auch der Schauspielerei treu bleibt, denn gerade in diesem Bereich ist er seit Jahren unverzichtbar. Lange Zeit galt Mel auch als das Sexsymbol schlechthin und gewann mehrfach die Auszeichnung 'Sexiest Man Alive'. Das findet er selber gar nicht so gut. Mit seinen Kindern Hannah, Edward, Christian, William, Louis, Milo und Tommy und seiner Frau Robyn lebt er zurückgezogen auf einer Farm in Australien. Um so viel Zeit wie möglich mit seiner Familie zu verbringen, versucht er sie zum Drehen mitzunehmen oder die Drehtermine auf die Ferien zu verlegen.
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